Börsen zeitigen 2019 einen Prachtjahrgang

Nun ist es amtlich: Auf das Korrekturjahr 2018 ist ein prächtiger Börsenjahrgang gefolgt. Weltweit weisen die Börsenuhren satte Zuwächse bei den Aktienkursen aus. Einmal mehr führen amerikanische Aktien die Herde an.

Dabei schoss der Technologiewerteindex Nasdaq mit einem Kursanstieg von ca. 35% den Vogel ab. Aber auch chinesische Dividendentitel konnten im Jahr 2019 deutlich zulegen. Selbst Europa, das im Vergleich mit den Wirtschaftsregionen Nordamerika und Asien eine stark abgebremste konjunkturelle Dynamik an den Tag legte, wusste mit üppigen Kursaufschlägen zu gefallen. Gleiches gilt für deutsche Aktien, wo der Index mittelgroßer Aktien (M-DAX) nach einem Anstieg um mehr als 32% einen neuen Rekord erklomm.

Damit hat sich die langjährige Hausse fortgesetzt, die ihren Ausgangspunkt in der Weltuntergangsstimmung des Winters 2009 findet. Es kann kein Zweifel daran bestehen, dass die Abschaffung positiver Realzinsen (d.h. Zinsen nach Abzug der jährlichen Geldentwertungsrate) ganz maßgeblich zu dem beachtlichen Börsenaufschwung des letzten Jahrzehnts beigetragen hat. Und im Jahr 2019 kam es in den USA zu drei Leitzinssenkungen durch die amerikanische Notenbank Fed, nachdem man dort unter Beleidigungen, Verleumdungen und Drohungen des Präsidenten Trump realisieren musste, dass eine Rückkehr zu ‚normalen‘ Zinsraten der Vergangenheit illusorisch ist. Den klarsten Ausdruck der veränderten Rolle der Notenbanken erblickt man, wenn man deren Bilanz betrachtet. Mit einem Bestand von ca. 4,5 Billionen Dollar an Staatspapieren ist die Notenbank zum größten Gläubiger der Vereinigten Staaten aufgestiegen. In Europa ist die Lage prinzipiell nicht anders. Daran wird auch die Inthronisierung von Christine Lagarde, der ersten Frau und ersten Politikerin im Amte des Notenbankpräsidenten, nichts ändern.

Für ein reinrassiges Aktienfondsmanagementhaus wie die LOYS AG lautet die Gretchenfrage für das Jahr 2020: Sind Aktien inzwischen zu teuer?

Etwas genauer gefragt, muss man erörtern, ob die derzeit in den fünf LOYS-Fonds befindlichen Aktien überbewertet sind. Unsere Antwort hierzu lautet: Nein! Tatsächlich waren wir bereits im Jahr 2019 in der Aktienauswahl zu vorsichtig, weshalb man sogar feststellen muss, dass für die LOYS-Fonds bei etwas aggressiverem Vorgehen noch mehr Rendite möglich gewesen wäre. Letztlich ist aber daran zu erinnern, dass die DNA der LOYS AG seit ihrer Gründung vor nunmehr fünfzehn Jahren darin besteht, vorsichtig, konservativ und langfristig mit dem uns auf Zeit anvertrauten Geld umzugehen. Vor die Wahl gestellt, wird das LOYS-Fondsmanagement im Zweifel eher zu langsam in eine unübersichtliche Kurve einfahren, als zu schnell. Wir wissen sehr wohl, dass beim langfristigen Vermögensaufbau nicht die schnellste Einzelrunde sondern der Faktor Zeit entscheidenden Einfluss besitzt. Mit anderen Worten: Langfristiger Vermögensaufbau ist nicht so sehr einem 100-Meter Rennen als vielmehr einem Marathonlauf vergleichbar.

Wenn wir nun auf die Positionen in den einzelnen Fonds schauen, dann sind wir nachgerade verblüfft, wie günstig etliche Aktien trotz langjähriger Hausse bewertet sind. Ganz überraschend ist das nicht, wenn man bedenkt, dass die Hausse der letzten Jahre sehr stark vom Technologiesektor getragen ist, während andere Sektoren eher durchwachsene Entwicklungen zeitigten. Aus diesem Umstand schöpfen wir Zuversicht für das Börsenjahr 2020. Manifest wird dieser Optimismus durch die Auflegung des sechsten LOYS-Fonds zum Beginn des neuen Jahres. Er trägt den Namen LOYS Premium Dividende, investiert in europäische Erfolgsaktien und wird von unserem neuen Kollegen Markus Herrmann veranlagt. Die LOYS AG gehört zu den Erstzeichnern des Fonds.


Ihre

Fondsmanager und Mitinvestoren

Dr. Christoph Bruns               Ufuk Boydak       

Chicago,                                    Frankfurt a.M. am 31.12.2019